Bootstaufen und Hafenfest im SCN – Sind wir nicht alle ein bisschen Variabel !? (06.09.2014)

Von Axel Reband

Am letzten Sonnabend war es so weit. Die Club-Vari wurde getauft.
Der SCN-Vorstand hatte zur Bootstaufe mit anschließendem Hafenfest geladen.
Von Rainer und Gregor in den vergangenen Wochen liebevoll aufgearbeitet, poliert und aufgetakelt wurde die Varianta am Sonnabendvormittag zu Wasser gelassen. Danach wurden die Segel und Flaggen angeschlagen und sie wurde mit Kranz und Schampus zur Taufe vorbereitet.

Gleichzeitig wurde von SCN-Kameraden das Hafenfest am Ufer der Oberhavel vorbereitet. Tobi nutzte den neu beplankten Ponton um für gute Musik zu sorgen, am Schilfgürtel wurden Bänke aufgebaut und Stefan kümmerte sich um den Grill.
Um 17 Uhr ging es los.

Andreas, unser „Erster“, erschien vorbildlich mit Schlips und Jackett und hielt eine kurze, aber knackige Rede. Wie es bei Taufen üblich ist, muss die Taufzeremonie eine junge Dame durchführen. Maria Krost aus der Jugendabteilung hatte sich zu bereit erklärt.

Mit den Worten:
„Die Idee ward geboren
nun brauchten wir nur noch einige Sponsoren
für die neue K 3

  • und viele waren mit dabei.
    Einige Kameraden haben. noch viel geschraubt und gebaut,
    aber auch immer wieder nach vorne geschaut.
    Man hat es auch nicht vergessen
    das Schiff wurde noch neu vermessen.
    Nun prangt am Heck ganz nette
    die DSV— Vermessungsplakette.
    Gedacht ist das Schiff zum Ausbilden
    aber auch auf Regattabahnen für die „ Wilden“.
    Erfolge für den S C N?
    Na klar, was denkt ihr denn.
    Jetzt wird das Segeln praktikabel
    auf der neuen VAriable!
    Ich taufe Dich daher auf den Namen: VAriable
    Und wünsche Dir und den Mannschaften viele Erfolge und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel.“

taufte sie die Club-Varianta, um anschließend den Schampus auf dem Vordeck zu verteilen. Mein Dank geht an Manfred Richter, der diesen schönen Reim verfasst hat.

Aber eine Bootstaufe kommt selten allein. Stefan unser Jugendleiter stellte den SCN-Mitgliedern zwei junge Regattaseglerinnen vor, die ihre neuen Errungenschaften ebenfalls taufen wollten.

Sophie Krost taufte ihren Laser auf den schönen Namen „Satis“, der eine interessante Bedeutung hat. Satis, eine altägyptische Gottheit galt als Spenderin des „kühlen Wassers, das aus der Elephantine kommt“.

Als nächstes taufte Maria Krost ihren Opti auf den klangvollen Namen „Optima“. Sehr zögerlich goss sie den Sekt aus der Pikkolo über den Rumpf des Opti´s, Ein neues Boot, da wollte man nicht gleich „losputzen“! Der Name „Optima“ dürfte vielen Besitzern von Dehler-Booten ein Begriff sein.
Anschließend legte die frischgetaufte „VAriable“ mit Andreas und Toni ab, um den Kranz „abzusegeln“. Gefolgt von den beiden jungen Damen ihn ihren Booten, hatten unsere Vorsitzenden dabei sichtlich ihren Spaß die Vari über die Oberhavel zu segeln.
Bildet sich da eventuell eine neue Regatta-Crew, die die Varianta-Szene aufmischen will?!

Eine Vielzahl von SCN Mitglieder begleitete unter Beifall die Taufe am Ufer und freute sich mit der Jugend über die neuen Regattaboote.
Etwas verwunderlich war nur, dass ein Paar Mitglieder es lieber vorzogen Segeln zu gehen, anstatt der Varie-Taufe und der Taufe von Booten unseres Seglernachwuchses beizuwohnen. Aber vielleicht ist ja Jollenkreuzer segeln interessanter.

Weiter ging es mit dem Hafenfest.
In sehr gemütlicher Runde saß man diesmal außerhalb des SCN Sportgeländes und hatte so eine andere Sicht auf dem Hafen des SCN. Stefan sorgte für Bratwurst und Fleisch vom Grill. Der Erlös ging die „Vari-Kasse“ für weitere Anschaffungen.
Als die Dämmerung einsetzte wurde die Stimmung immer besser. Tobi, der als Discjockey mit Lichtorgel, Nebelmaschine und guter Musik seinen Job richtig gut machte, heizte den SCN-Mitgliedern ordentlich ein. Unsere Jugend unterstützte ihn tatkräftig mit Tanzeinlagen auf dem Ponton. Aber die 20 qm des Pontons wurden bald zu klein und so wurde der Hauptsteg mit einbezogen. Der Steg wackelte dabei bedrohlich, aber die Pfähle hielten!
Leider wurde die Feier gegen 22 Uhr von einem Gewitter mit starkem Regen unterbrochen. Also zogen die Nordsterner in die Messe um.
Hier ein Dank an die tatkräftige Unterstützung der Jugend der DLRG, die dafür sorgten, dass die Musikanlage und die Tische und Bänke vor dem Regenguss schnell in Sicherheit gebracht wurden.

In der Messe ging es lustig weiter und in lockerer Stimmung wurde viel gelacht.
Nachdem einige Nordsterner von den obligatorischen „Absackern“ genug hatten, ging morgens um 2 Uhr das Licht in der Messe aus und die Kojen wurden aufgesucht.

Alles in allem ein wunderschöner Abend mit interessanten Gesprächen, viel guter Laune und einer positiven Stimmung, wie man sie nicht jeden Tag im Nordstern vorfindet.

Sportliche Grüße an alle
Axel