Regatta gleich 3fach – von Gunnar
ich fasse die drei Wochenenden zusammen.
Mit voller Vorfreude zu den ersten Folke Regatten. Mast legen zur Schleuse..tja und irgendiwe fing es hier an sehr komsich zu werden. Die Schleuse war defekt, Wartezeit ca.4-5 Sunden laut Schleusenwärter. Also die lange Tour über Plötzensee und Charlottenburger Schleuse. Immerhin war das Wetter freundlich und die Schleusungen gingen sehr schnell. Angekommen bei Gothia zum Gotehnschild Mast gestellt mit Rainhard und Boot in einen freien Stand gelegt. Sonnabend eher leichte Winde die aber recht gut zu segeln waren. Sonntag etwas mehr auch aus westlicher Richtung. Gesamt 10. war nicht unser Ziel aber okay für das erste Wochenende, immerhin war ein 3.platz dabei. Manschaft Rainhard und Nemo.
Guter Dinge hab ich das Boot dann zum Segelclub Ahoi verlegt in der Woche nach dem Gothenschild. Dort wurde ich wie immer sehr herzlich empfangen. Aurichter des Sparr-Preises ist der SV03. Gesegelt wurde im Wannsee, auch wieder bei westlichen Richtungen. Die erste Wettfaht lief nich wie gewünscht und so wollte ich zur zweiten den Start etwas optimieren. leider lag das Startschiff sehr nahe an Schwanwerder. Und genau 5 Minuten vor dem Start hatte ich die Untiefe gefunden. Ich versuchte noch durch starken Ruderschlag die Spitze des Bootes durch den Wind zu drehen, dabei brach dann die Pinne direkt am Beschlag. Also Totalausfall für das restliche Wochenende. Manschaft Nemo
Die Woche zum Sommercup war dann mit organisieren einer neuen Pinne belegt. Gebrauchte gab es keine. Eine bauen lassen? Bei Haubold eine aus Teak kaufen? Um am Wochenende segeln zu können nur eine Möglickeit, eine neue in der scharfen Lanke kaufen. Diese hab ich dann am Freitag angepasst und eingebaut dank der Hilfe einiger Ahoi Kameraden. Und nun kam die nächste Schocknachricht: Alle meine Vorschoter und eventuelle Mitsegler haben abgesagt. Alleine darf ich nicht starten, bin aber trotzdem früh zum Ahoi in der Hoffnung jemanden zu finden. Und siehe da es fand sich ein sehr junger Mann aus der Korsarenflotte dessen Steuermann ausgefallen ist. Happy nun doch segeln zu können habe ich das Boot vorbereitet und wir raus..und zack ist das Großfall durchgerauscht, aber dank Mastleiter und Nerven aus Stahl haben wir das Problem auch gelöst und es ging auf die Piste. Da sich Ben(15 Jahre jung) als recht patent herausstellte konnten wir nich nur mitsegeln sondern auch angreifen. Und die erste Wettfaht lief gut bei knappen 4Bft konnten wir als 6. einlaufen. Nun frischte der Wind etwas auf. 5 Bft Grundwindstärke, schönes Folkebootwetter. Auch der angesagte Regen liess sich nicht blicken. Start zu 2.Wettfaht. Ich komme gut am Startschiff raus und wir liegen am Luvfass wieder Vorne mit bei. Und auf der nächsten Kreuz zog sich der Wurm der 3 Wochenenden durch. Bei jeder Böe rutschte die Fockschot sichtlich durch die Klemmen, so ein Mist! Die Schot hatte ich mit der Pinne gerade neu gekauft. Bis heute erschliesst sich mir nicht warum die durchgerutscht ist..aber das hat uns alle Plätze geklaut. ab hier fuhren wir nur noch mit. Bei den Dichtholaktionen hatte ich mir noch übel die Hand gequetscht. Am Sonntagmorgen fuhr ich zum Ahoi mit dem Wissen, heute kann ich nicht segeln. Meine Hand war auf das doppelte angeschwollen und die Vorhersage zum Wind besagte noch eine Windstärke mehr..so fiel mir die Entscheidung im Hafen zu bleiben leicht. Die Verantwortung für so eine jungen Menschen konnte ich nicht auf mich nehmen. Es gab an dem Tag noch viele Aufgeber bei Korsaren und Folkies.
Mit seglerischem Gruße Gunnar


